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Jede Stimme zählt: Warum wir jetzt über die liegengebliebenen Erfahrungen der Corona-Zeit reden müssen

  • vor 1 Tag
  • 7 Min. Lesezeit

Seit Corona sind wir alle zur Tagesordnung übergegangen - oder auch nicht. Denn die Erfahrungen, die Menschen in dieser Zeit gemacht haben, sind nicht verschwunden. Sie sind liegengeblieben — im Alltag, in Familien, in Nachbarschaften, und im Umgang bei der Arbeit. Die Narben sind da, und sie beeinflussen unseren Tag und unser Miteinander. Ohne Pause. Wenn wir nie darüber sprechen, geht das noch lange so weiter.


Mit „Jede Stimme zählt" bringen wir bei evAI Intelligence gemeinsam mit Europe Calling diese ungehörten Erfahrungen zurück an die Oberfläche. Nicht um weiter zu spalten — sondern um die wichtige Frage zu stellen: Wann finden wir wieder zusammen?


Das geht nur, wenn wir reden. Und es geht nur, wenn wir mit den Verantwortlichen reden. Jetzt oder nie.



Was bedeutet „Jede Stimme zählt" – und was soll das Projekt bewirken?


TL;DR: „Jede Stimme zählt" bringt liegengebliebene Erfahrungen aus der Corona-Zeit zurück an die Oberfläche und übergibt sie dem öffentlichen Dialog, mit den Menschen, die damals Verantwortung trugen oder heute tragen.


Beleg

  • Das Projekt besteht aus zwei Phasen: Erfahrungen sammeln (über wasgesagtwerdenmuss.de) und den Dialog mit Verantwortlichen führen (über Europe Calling, Europas größtes politisches Webinar-Format).

  • Die Erfahrungen werden mithilfe der Meinungsbreite-Methodik von evAI Intelligence analysiert. Diese misst die Breite der Erfahrungen, nicht deren Häufigkeit. Auch ein einzelner Bericht zu einem Thema verdient Gehör, und bekommt es.

  • Der TV-Spot läuft ab KW 29/2026 auf der ProSieben/SAT.1-Sendergruppe (ProSieben, SAT.1, kabel eins, Sixx, ProSieben Maxx, SAT.1 Gold, kabel eins Doku und Joyn), geografisch adressiert in ganz Deutschland.

  • Das Ergebnis ist kein Report, der in einer Schublade verschwindet. Die konkreten Fragen, die sich aus den Erfahrungen ergeben, werden in öffentlichen Diskussionsrunden mit Entscheidungsträger:innen erörtert. Wir fordern Gehör ein.



Warum gerade jetzt und warum „jetzt oder nie"?


TL;DR: Weil wir alle zur Tagesordnung übergegangen sind, ohne einmal aufzuarbeiten, was viele jeden Tag noch herunterschlucken müssen, und weil mit jedem weiteren Monat des Schweigens die Risse tiefer werden.


Beleg

  • Menschen leiden gesundheitlich noch heute unter den Folgen der Pandemie und der Maßnahmen. Ihre Erfahrungen sind nicht „vorbei". Sie sind nur für die Öffentlichkeit unsichtbar geworden.

  • Kinder und Jugendliche wurden in dieser Zeit massiv geprägt. Schulschließungen, Kontaktverbote, Isolation. Die Auswirkungen zeigen sich in Klassenzimmern, in Praxen und in Familien. Jeden Tag.

  • Menschen haben ihre wirtschaftliche Existenz verloren. Betriebe, Karrieren, Lebenswerke, zerstört durch Maßnahmen, zu denen nie wieder jemand Stellung genommen hat.

  • Familien und Nachbarschaften lagen so im Streit um die richtige Haltung, dass der Argwohn gegenüber der Meinung der anderen Normalität nicht mehr zuließ. Weihnachten ohne Eltern. Nachbarn, die nicht mehr grüßen. Freundschaften, die einfach aufhörten.

  • Viele erleben das Verhältnis zum Staat bis heute als Hereinregieren in die Privatsphäre, als Maulkörbe, als verlorenes Vertrauen. Dieses Erleben verschwindet nicht von selbst. Es verfestigt sich.

  • Jetzt oder nie" heißt: sich nicht mehr damit zufriedenzugeben, dass wir einfach alle weitergemacht haben, als wäre nichts gewesen. Es ist Zeit zum Reden. Zeit zur Aufarbeitung.


Wie funktioniert die Teilnahme und was passiert mit meiner Geschichte?


TL;DR: Du meldest dich auf wasgesagtwerdenmuss.de an, bekommst einen Link und schreibst deine Erfahrung als Freitext, in deinem Tempo, in deinen Worten.


Beleg

  • Schritt 1 — Anmelden: Auf wasgesagtwerdenmuss.de trägst du deine E-Mail-Adresse ein. Du bekommst einen Link zugeschickt, über den du deine Gedanken niederschreiben kannst.

  • Schritt 2 — Erzählen: Du schreibst auf, was du während oder nach der Corona-Zeit erlebt hast. Freitext, keine vorgegebenen Antworten, keine Multiple-Choice-Formulare. Deine Erfahrung in deinen Worten. Drei Sätze oder drei Seiten, beides zählt.

  • Schritt 3 — Analyse: Alle eingehenden Berichte werden mithilfe der Meinungsbreite-Methodik ausgewertet. Dabei geht es nicht um Häufigkeiten oder Trends, sondern um die gesamte Bandbreite der Erfahrungen. Auch wenn nur eine einzige Person ein bestimmtes Thema anspricht, wird es sichtbar.

  • Schritt 4 — Dialog: Die aus den Erfahrungen hervorgegangenen Fragen werden in öffentlichen Diskussionsrunden mit Verantwortlichen besprochen — über Europe Calling. Nicht wir alleine mit unseren Erfahrungen, sondern im Gespräch mit denen, die Entscheidungen getroffen haben.

  • Deine Daten werden vertraulich behandelt. Es geht nicht darum, Einzelpersonen bloßzustellen, sondern das Spektrum der Erfahrungen sichtbar zu machen.




Was unterscheidet Meinungsbreite von einer klassischen Umfrage?


„Wir messen nicht, was die Mehrheit denkt. Wir machen sichtbar, was Menschen erlebt haben. Auch und gerade das, was bisher keinen Platz hatte. Aufarbeitung beginnt damit, einander zuzuhören." - Steffen Konrath, Gründer evAI, Initator des Projekts

TL;DR: Klassische Umfragen messen, was die Mehrheit denkt. Die Meinungsbreite misst, wie viele unterschiedliche Erfahrungen es überhaupt gibt, unabhängig davon, wie viele Menschen sie teilen. Jede Erfahrung kann uns allen weiterhelfen, wenn nicht heute, dann vielleicht morgen.


Beleg

  • In einer klassischen Umfrage bestimmt die Häufigkeit die Relevanz: Was 80 % sagen, ist wichtig; was 2 % sagen, ist eine Randnotiz. Meinungsbreite kehrt dieses Prinzip um. Gerade die seltenen Perspektiven können die entscheidenden sein, weil sie Erfahrungen zeigen, die sonst unsichtbar bleiben.

  • Die Methodik wurde von evAI Intelligence entwickelt und basiert auf semantischer Analyse. Sie identifiziert thematische Cluster, ohne Erfahrungen nach „wichtig" oder „unwichtig" zu sortieren.

  • Das Ergebnis ist keine Rangliste der häufigsten Beschwerden, sondern eine Karte der Erfahrungslandschaft: Was wurde erlebt? Welche Themen gibt es? Wo gibt es blinde Flecken?

  • Konkret bedeutet das: Wenn eine einzige Person berichtet, dass sie wegen Corona ihre Ausbildung abbrechen musste, wird dieses Thema als eigenständige Erfahrungsdimension sichtbar, nicht als statistisches Rauschen weggerechnet. Denn diese Erfahrung verdient genauso viel Gehör wie die, die Tausende teilen.



Wer steckt dahinter — und warum ist das Projekt eigenfinanziert?


TL;DR: „Jede Stimme zählt" ist ein Projekt von Bürgern für Bürger:innen, getragen von evAI Intelligence und Europe Calling, komplett aus eigenen Mitteln finanziert, weil es anders nicht geht.


Beleg

  • evAI Intelligence GmbH (gegründet 2019, Top 540 KI-Unternehmen in Deutschland) verantwortet die Erhebung und Analyse der Erfahrungsberichte. Die Meinungsbreite-Methodik ist die analytische Grundlage des Projekts. Mehr über evAI →

  • Europe Calling ist Europas größtes politisches Webinar-Format. Europe Calling ermöglicht den öffentlichen Diskurs: Hier werden die Fragen, die sich aus den Erfahrungen ergeben, mit den Verantwortlichen besprochen.

  • Steffen Konrath (CEO & Gründer, evAI Intelligence) leitet das Projekt auf Seiten von evAI.

  • Warum eigenfinanziert? Nenn es Notwendigkeit. Viele Menschen erleben den Staat bis heute als jemanden, der in ihr Leben hineinregiert hat, ohne sich je dafür zu verantworten. Ein Projekt, das genau diese Erfahrungen sammeln will, kann nicht vom Staat finanziert werden, und nicht von Sponsoren, die eigene Interessen mitbringen. Deshalb: von Bürgern für Bürger:innen. Komplett eigenfinanziert. Auch den TV-Spot auf ProSieben/SAT.1 bezahlen wir aus eigener Tasche.

  • Jede:r soll nachvollziehen können, dass keine Interessen hinter dem Projekt stehen, die die Ergebnisse beeinflussen könnten. Das ist nicht billig. Aber es ist der einzige Weg, dem Anspruch gerecht zu werden, wirklich jede Stimme gleichwertig zu hören.



Es soll uns nicht mehr entzweien: Was ist das Ziel hinter dem Ziel?


TL;DR: Das Projekt will nicht alte Gräben aufreißen, sondern die Frage stellen: Wann finden wir wieder zusammen? Und der erste Schritt dazu ist, einander zuzuhören.


Beleg

  • Die Corona-Zeit hat tiefe Risse hinterlassen: zwischen Nachbarn, in Familien, zwischen Bürger:innen und dem Staat. Diese Risse verschwinden nicht dadurch, dass niemand mehr hinschaut. Sie verschwinden, wenn man darüber spricht.

  • Jede Stimme zählt" ist bewusst keine Anklageplattform. Es geht nicht darum, Schuldige zu benennen. Es geht darum, Erfahrungen sichtbar zu machen, die im Schweigen steckengeblieben sind, und die daraus hervorgegangenen Fragen an diejenigen zu richten, die Entscheidungen getroffen haben.

  • Aufarbeitung ist kein Luxus. Es ist die Voraussetzung dafür, dass Vertrauen zurückkehren kann, in Institutionen, in Nachbarn, in die Fähigkeit einer Gesellschaft, Krisen gemeinsam zu bewältigen.

  • Die öffentlichen Diskussionsrunden über Europe Calling sind so angelegt, dass Bürger:innen nicht alleine mit ihren Erfahrungen stehen. Sie treten in den Dialog mit den Verantwortlichen. Nicht als Bittsteller:innen, sondern als Menschen, die Gehör einfordern.




Wie kann ich andere einladen mitzumachen?


TL;DR: Teile den Link wasgesagtwerdenmuss.de, per Nachricht, Social Media oder im Gespräch. Je mehr unterschiedliche Erfahrungen eingehen, desto vollständiger wird das Bild.


Beleg

  • Du kannst den Link direkt teilen: www.wasgesagtwerdenmuss.de. Keine App, keine Registrierung, keine Paywall.

  • Meinungsbreite lebt von Vielfalt, nicht von Masse. Es geht nicht darum, möglichst viele identische Antworten, sondern möglichst viele verschiedene Erfahrungen zu sammeln. Jede weitere Perspektive erweitert das Bild.

  • Besonders wertvoll sind die Geschichten, die bisher nicht gehört wurden, ob sie leise oder laut vorgebracht wurden, die totgeschwiegenen Erfahrungen, die im öffentlichen Diskurs keinen Platz hatten. Oft sind es genau die Menschen, die von sich selbst denken, ihre Erfahrung sei „nicht schlimm genug". Genau die brauchen wir.

  • Der TV-Spot wird ab KW 29/2026 bundesweit ausgestrahlt. Persönliche Empfehlungen erreichen genau die Menschen, die sich von einem TV-Spot allein vielleicht nicht angesprochen fühlen, aber etwas zu erzählen haben.




Der Projektverlauf: was passiert wann?


TL;DR: Ab Sommer 2026 werden Erfahrungen gesammelt, analysiert und später, eventuell im Herbst, in öffentlichen Diskussionen mit Verantwortlichen besprochen.


Belege


  • Phase 1 — Sammlung (ab sofort): Über wasgesagtwerdenmuss.de können Erfahrungsberichte eingereicht werden. Die Seite ist live.

  • Phase 2 — Reichweite (KW 29–32/2026): Der 20-Sekunden-TV-Spot läuft auf ProSieben, SAT.1, kabel eins, Sixx, ProSieben Maxx, SAT.1 Gold, kabel eins Doku und Joyn, Ausspielungen, geografisch über Deutschland verteilt.

  • Phase 3 — Analyse: Alle eingehenden Berichte werden fortlaufend in den Monaten Juli bis September mithilfe der Meinungsbreite-Methodik ausgewertet. Die Erfahrungslandschaft wächst mit jedem Beitrag.

  • Phase 4 — Öffentlicher Dialog: Die aus der Analyse hervorgegangenen Fragen werden in öffentlichen Diskussionsrunden im Herbst auf der Plattform Europe Calling mit Personen in Verantwortung besprochen. Termine und Teilnehmer:innen werden rechtzeitig bekanntgegeben.



FAQ


Muss ich meinen echten Namen angeben? Nein. Die Analyse arbeitet mit Inhalten, nicht mit Identitäten. Deine Erfahrung zählt, dein Name bleibt privat.


Wie lang sollte mein Bericht sein? So lang oder kurz, wie du möchtest. Drei Sätze sind genauso wertvoll wie drei Seiten. Es geht um das, was du erlebt hast.


Was passiert, wenn nur wenige Leute zu einem bestimmten Thema schreiben? Genau dann wird es besonders sichtbar. Die Meinungsbreite-Methodik stellt sicher, dass auch seltene Erfahrungen als eigenständiges Thema auftauchen und nicht als Randnotiz behandelt werden.


Wer liest meine Geschichte? Die Berichte werden maschinell analysiert, nicht von Einzelpersonen gelesen oder bewertet. Die Meinungsbreite-Methodik erkennt Themen und Muster, ohne individuelle Geschichten offenzulegen.


Ist das Projekt politisch? Das Projekt hat keine parteipolitische Ausrichtung und wird nicht politisch finanziert. Es ist eine Aktion von Bürgern für Bürger:innen. Es geht darum, Erfahrungen sichtbar zu machen und Fragen an Verantwortliche zu richten, nicht darum, Antworten vorzugeben. Es ist inhaltlich dennoch gesellschaftspolitisch.


Kann ich auch mitmachen, wenn meine Erfahrung „nicht schlimm genug" war? Gerade dann. Es gibt kein Mindestmaß an Betroffenheit. Die Erfahrungsbreite lebt davon, dass alle Perspektiven eingehen, auch und gerade die, die sich selbst als unwichtig einschätzen.


Warum wird das Projekt nicht staatlich gefördert? Weil es nicht funktionieren würde, haben wir es gar nicht erst versucht. Viele Menschen erleben den Staat bis heute als jemanden, der in dieser Zeit über ihre Köpfe hinweg entschieden hat. Ein Projekt, das diese Erfahrungen sammelt, muss unabhängig sein, von Bürgern für Bürger:innen, eigenfinanziert.


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